Theban Desert Road Survey II: The Rock Shrine of Pahu, Gebel Akhenaton, and Other Rock Inscriptions from the Western Hinterland of Qamula.

Author:Muller-Wollermann, Renate
Position:Book review
 
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Theban Desert Road Survey II: The Rock Shrine of Pahu, Gebel Akhenaton, and Other Rock Inscriptions from the Western Hinterland of Qamula. By JOHN COLEMAN DARNELL. Yale Egyptological Publications, vol. 1. New Haven: YALE EGYPTOLOGICAL INSTITUTE, 2013. Pp. xvii + 454, 246 pits. $150. [Distributed by ISD, Bristol, Conn.]

Der Titel dieses Buches ist leicht irrefiihrend, denn bei den hier publizierten etwa 150 graphischen Entitaten handelt es sich bei weniger als einem Drittel um Inschriften, beim Rest um Felsbilder und bei einigen um kaum deutbare Einritzungen. Von den meist nur kurzen Inschriften oder Beischriften sind viele koptisch, eine griechisch, eine arabisch, der Rest hieroglyphisch, keine jedoch nachweisbar aus dem Mittleren Reich. All diese Inschriften und Bilder befinden sich an verschiedenen Lokalitaten in der Wuste westlich von Qamula nordlich von Theben. Ihre Lage wird zwar im Text beschrieben, aber eine Karte fehlt, genauso wie eine Ubersicht uber den Anbringungsort der einzelnen Inschriften/Bilder an den jeweiligen Platzen. Ersteres soil im Internet nachgeholt werden (http://www.yale.edu/egyptology/qamula.html; dort aber eine Kurzfassung des Buches), ist aber bislang nicht erfolgt. Einstweilen s. die Skizze in Darnell 2009: 84. Der Band wird beschlossen von fremdsprachigen Indizes und exzellenten Fotos und Faksimiles; ein Sachindex wird nicht gegeben.

Der wichtigste Platz mit der Hauptinschrift ist die "Gedenkstatte" eines Amunpriesters Pahu, der in der 18. Dynastie kurz vor Echnaton gelebt hat. Diese Inschrift wurde bereits vorab in der Festschrift fur Heinz-Josef Thissen publiziert und wurde in einer Rezension dieses Bandes als "a seemingly insignificant rock-cut inscription" bezeichnet (Bianchi 2011: 363). Einige Korrekturen zur Vorversion wurden vorgenommen. Es handelt sich um ein Dankgebet an Amun, der Pahu bei einer Nilfahrt bei einem Unwetter gerettet hat. Der Inhalt des Textes veranlaBt den Verfasser zur Heranziehung weitreichender Parallelen bis hin zu modernen Berichten (S. 41-42), die man in diesem Buch nicht vermutet hatte. Weitere kurze Inschriften bezeugen die Anwesenheit Pahus an diesem Ort, aber weder vorher noch spater erlangte er irgendeine Bedeutung. Verf. vertritt die Auffassung, daB die Anbringung von Graffiti endet, wenn Sanktuare nicht mehr ais heilige Statte benutzt werden (S. 81), aber es stellt sich die Frage, wie dann (moderne) Besuchergraffiti zu interpretieren sind. Bisweilen erscheinen Rez. die...

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